Risikofaktoren


Risikofaktoren Herz-Kreislauferkrankungen


Es gibt zahlreiche Risikofaktoren die für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sind. Sie werden unterschieden in die Risikofaktoren, die nicht beeinflusst werden können, und in die beeinflussbaren Risikofaktoren.

Zu den Risikofaktoren die nicht beeinflusst werden können gehören:

  • das Alter
  • das Geschlecht
  • Vorbelastungen in der Familie

Je mehr dieser Risikofaktoren auf eine Person zutreffen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person früher oder später mit Herz-Kreislauferkrankungen zu kämpfen hat. Auch das Risiko an einem sog. „kardialen Ereignis“, darunter versteht man beispielsweise einen Herzinfarkt, zu leiden, steigt.

Auf die beeinflussbaren Risikofaktoren kann jeder Einzelne einen Einfluss nehmen, denn meist ist es eine falsche, ungesunde Lebensweise, die zu Herz-Kreislauferkrankungen führt. Wer die Risikofaktoren kennt, kann entsprechende Maßnahmen ergreifen, um sie zu minimieren und am besten ganz zu vermeiden. Studien belegten in der Vergangenheit, dass ein gesunder Lebensstil entscheidend dazu beiträgt, viele Herz- Kreislauferkrankungen zu vermeiden. Zudem können die Risikofaktoren durch moderne Medikamente ebenfalls auf ein Minimum reduziert werden.

Zu den Risikofaktoren die beeinflussbar sind gehören:


 Übergewicht

Übergewicht

Das Thema Übergewicht ist eines der anerkannten Risikofaktoren für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. In unserer schnelllebigen Zeit, in der kaum jemand Zeit für gesundes Essen hat, ist Übergewicht ein ernstzunehmendes Problem. Der Grundstein dafür wird bereits in der Kindheit und Jugend gelegt. Viele Kinder wachsen heute mit Pommes und Co. auf und leiden bereits in jungen Jahren an Übergewicht. Bei ihnen ist eine Herz-Kreislauferkrankung schon vorprogrammiert. Wer aber konsequent auf eine gesunde Ernährung achtet, kann sich und auch seine Kinder vor diesem Schicksal bewahren. Kritisch ist Übergewicht, da das Herz hierbei sehr schwer arbeiten muss, weil es wesentlich mehr Körpermasse mit Blut zu versorgen hat. Allein das verlangt Schwerstarbeit vom Herzen. Hinzu kommt, dass Menschen mit einem zu hohen Gewicht in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind. Demzufolge bewegen sie sich weniger, im schlimmsten Fall sogar gar nicht mehr. Aus Statistiken geht hervor, dass sich das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls verdoppelt, wenn das Normalgewicht nur 20 Prozent überschritten wird.
... mehr lesen

 Stress und Burnoout

Stress

Auch der Risikofaktor Stress verdient eine besondere Aufmerksamkeit, denn diese Ursache nimmt immer weiter zu. Der Mensch von heute ist unheimlich vielen Belastungen ausgesetzt – körperlich wie psychisch. Sei es im Job, in der Familie oder sogar bei der Ausübung seiner Hobbys. Lärm, Zeitdruck und nicht zuletzt Leistungsdruck sind Stressfaktoren, die auf Dauer den Körper schädigen. Durch Stress schüttet der Körper Stresshormone aus. Wird der Körper immer häufiger mit Stresshormonen überschüttet und die Entspannungsphasen fallen weg, steigt u.a. der Blutdruck und der Herzschlag – auf Dauer kommt es zu Schädigungen des Herzens und der Gefäße. Bedenklich ist andauernder Stress auch, weil er sich auf andere Lebensbereiche auswirkt. Gestresste Menschen vernachlässigen eine gesunde Ernährung, greifen schneller zu Alkohol und erhöhen den Zigarettenkonsum.
... mehr lesen

 Trägheit

Bewegungsmangel

Bewegungsmangel ist inzwischen eine Volkskrankheit geworden, die lange nicht nur bei übergewichtigen Personen vorliegt. Der Mensch ist aufgrund der fortschreitenden Technik bequem geworden. Selbst kurze Wege werden mit dem Auto zurückgelegt anstatt zu Fuß oder mit dem Rad. Man nimmt den Fahrstuhl anstatt der Treppen – eine Liste die unendlich weitergeführt werden könnte. Selbst Kindern wird die „Bequemlichkeit“ in die Wiege gelegt; anstatt auf dem Spielplatz herumzutollen, sitzen sie vor der Spielekonsole. Dabei ist ausreichend Bewegung die beste Methode, um Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen, und die beste Maßnahme um eine bestehende Herz-Kreislauferkrankung zu therapieren.
... mehr lesen