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ICD und CRT-D - Implantation

 

Ein ICD ist ein implantierbarer Kardioverter, auch genannt Defibrillator. Das ist ein Gerät, das einem Menschen implantiert werden kann. Die Implantation erfolgt wie bei einem Herzschrittmacher. Der ICD wurde von Michel Mirowski 1980 erfunden. Er implantierte den Defibrillator am 04.02.1980 zum ersten Mal erfolgreich einem Menschen im Johns Hopkins Hospital in Baltimore.

Gebraucht wird der ICD, um einen plötzlichen Herztod zu verhindern. Aus diesem Grund muss das Gerät Herz-Rhythmusstörungen erkennen können und in der Lage sein, diese auch aufzuzeichnen. Deshalb haben alle modernen Geräte dieser Richtung einen EKG-Speicher, um die Daten für den behandelnden und überwachenden Arzt aufzuzeichnen und zu speichern. Da die Geräte immer wieder verfeinert werden, belegen Studien inzwischen, dass nahezu jedes tödliche Kammerflimmern erkannt und durch einen Elektroschock ausgeschaltet werden kann. Da die Sensitivität des Gerätes aber sehr hoch ist, bringt das auch das Problem mit sich, dass manchmal dieses Kammerflimmern diagnostiziert wird, obwohl gar keines vorhanden ist. Das kann dazu führen, dass bei dem Patienten ein sehr unangenehmes und schmerzhaftes Gefühl entsteht. Dies wird aber allgemein akzeptiert, da es besser ist als wenn eines zu wenig erkannt wird. Denn wird eines übersehen, kann dies innerhalb von 5 bis 10 Minuten zum Tod des Patienten führen.

Der ICD hat im Moment, auf dem Stand neuester Technik, 3 Funktionen zu erfüllen. Als Erstes wäre da die Schockabgabe zu nennen, der sogenannte DC-Schock. Dieser tritt ein bei erkanntem Kammerflimmern oder auch bei uneffektiver Überstimulation. Die zweite Funktion ist die Überstimulation, die zum Beenden ventrikulärer stabiler Tachykardien durchgeführt wird. Verursacht werden diese bei kreisenden Erregungen. Die dritte und damit letzte Funktion ist die normale Schrittmacherstimulation. Es gibt verschiedene Hersteller von ICD´s, beispielsweise Biotronik, Boston Scientific, Medtronic, St. Jude Medical und ELA Medical-Sorin.

Ebenfalls bei Herzproblemen helfen kann das sogenannte CRT. Diese Abkürzung steht für kardiale Resynchronisationstherapie. Dieses Verfahren wird auch als biventrikuläre Schrittmachertherapie bezeichnet. Diese Therapie wird eingesetzt bei Patienten, die schwere Herzinsuffizienz aufweisen. Das CRT hat die Aufgabe, dass die Zusammenarbeit der Herzkammern verbessert werden soll und vor allem, dass sich der Herzmuskel besser zusammenziehen kann. Eine Neuheit ist aber das CRT+D, welches eine Kombination aus CRT-Schrittmacher, wie oben beschrieben, und Elektroschockgerät ist. Denn Patienten, die an Herzinsuffizienz leiden, haben meist auch Probleme mit ihrem Herz-Rhythmus. Wenn dies der Fall ist, empfiehlt sich eine Implantation eines CRT+D Gerätes, welches die Vorteile eines Elektroschockgerätes und eines Schrittmachers vereinen kann. Durch diese Kombination kann in vielen Fällen ein Herztod verhindert werden. Denn wie Studien auch belegen, haben die meisten Patienten, die diese beiden Schwierigkeiten haben, mehr von einem CRT+D Gerät als nur von einem CRT. Die Wartung, aber auch die Implantation eines CRT+D Gerätes ist dabei der eines wie oben genannten ICD-Gerätes ähnlich. Die Kriterien, die Patienten für ein CRT+D Gerät aufweisen, um ihnen dieses Gerät zu empfehlen, sind Herzschwäche, linksventrikuläre Dysfunktion, also eine Funktionsstörung der linken Herzkammer sowie ein sogenannter QRS-Komplex beim EKG. Des Weiteren sind hier noch Herz-Rhythmusstörungen, schneller Herzrhythmus und schwere Nebenwirkungen einer medikamentösen Therapie zu nennen. Das Gerät wird auch empfohlen wenn der Patient schon Kammerflimmern hatte und aber mit Erfolg defibrilliert wurde.