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Aufrischungskurse zu Notfall Hilfe in Zahnarzt Praxen und beim Oralchirurgen

 

Notfall-Schulungen sind nur effektiv, wenn Ihr Wissen und das Ihres Praxisteams immer wieder aufgefrischt wird. Wir bieten Ihnen solche Auffrischungskurse in Ihrer Praxis an. Bei Herzproblemen zählt jede Sekunde – bereiten Sie sich und Ihr Team auf den Fall der Fälle intensiv vor. Wir helfen gern dabei.

Der Ausfall von Vitalfunktionen macht zielgerichtetes und umgehendes Handeln bis zum Eintreffen des erweiterten professionellen Rettungsteams unumgänglich. Daher bedeutet ein Auffrischungskurs Qualitätssicherung in Ihrem zahnärztlichen Praxisalltag, darüber hinaus erhöht er die Sicherheit für Ihre Patienten und das Praxisteam. Schließlich kann nur das effektive und sichere Zusammenwirken des gesamten Praxispersonals bei lebensbedrohlichen Situationen rettend eingreifen.

Die Inhalte unserer Auffrischungskurse orientieren sich ausschließlich und streng an den Richtlinien der American Heart Association (AHA), inklusive des German Resuscitation Council (GRC) von 2010 sowie den neuesten Vorgaben des European Resuscitation Council (ERC). Ebenso entspricht der Kurs den Maßgaben des Interdisziplinären Arbeitskreises Zahnärztliche Anästhesie (IAZA), der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) sowie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Es handelt sich um einen systematisch aufgebauten Auffrischungskurs, der allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen im Anschluss die notwendige Sicherheit gibt, im Ernstfall lebensbedrohliche Ereignisse schnell zu erkennen und umgehend, bis zum Eintreffen des Rettungsteams, lebensrettend zu reagieren. Der Auffrischungskurs ist daher für alle Mitarbeiter eines zahnärztlichen Teams, egal ob Zahnärztinnen oder Zahnärzte, medizinisches Personal sowie Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen ohne medizinische Zusatzqualifikationen, geeignet.

Zu Beginn des Auffrischungskurses wird die rechtliche Situation in Deutschland beleuchtet und die allgemeine Pathophysiologie des Ausfalls von Vitalfunktionen an Beispielen erläutert. Im Anschluss geht es um das System des rein symptombezogenen Algorithmus in der Notfallpraxis und den notwendigen Inhalt von Notfallkoffern. Der zweite Teil befasst sich mit BLS, Airwaymanagement, Cardiopulmonaler Reanimation (CPR) sowie peripheren Zugängen und Medikationen, bevor wir zur gezielten Anamnestik und dem Selektieren von Risikopatienten sowie der Risikoprophylaxe übergehen. Abschließend wird in diesem Auffrischungskurs der Einsatz von automatischen Defibrillatoren für Laien ebenso besprochen wie Reflexionen der Notfalldiagnosen, unter anderem Krampfleiden, anaphylaktische Reaktionen, Störungen des Säure-Basen-Haushaltes, Stoffwechselstörungen, Reaktionen auf Lokalanästhetika, toxische Reaktionen, Herzinfarkt, Apoplex und mehr.

Es wird immer wichtiger, mit lebensbedrohlichen Zwischenfällen in Zahnarztpraxen zu rechnen und darauf vorbereitet zu sein. Unter diesem Gesichtspunkt ist eine effiziente Prophylaxe von ausschlaggebender Bedeutung, häufig jedoch nahezu unmöglich. Wer kennt nicht den folgenden Dialog zu Beginn einer Behandlung?

  • Zahnarzt: “Sind Sie, von den Zahnproblemen abgesehen, gesund?”
  • Patient: “Ja!”
  • Zahnarzt: “Nehmen Sie irgendwelche Medikamente?”
  • Patient: “Oh Gott, natürlich, eine ganze Menge!”
  • Zahnarzt: “Welche denn?” Patient: “Du meine Güte, die habe ich doch nicht alle im Kopf! Irgendwas für meinen Blutdruck, und dann habe ich ja diesen chronischen Husten... und manchmal, bei Kopfschmerzen, da nehme ich das was gerade da ist... die kauft ja immer meine Frau / mein Mann!”

So oder so ähnlich beginnen die Gespräche zwischen Zahnarzt und Patient zu Beginn einer Behandlung immer häufiger. Kein Wunder, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte anschließend überfordert und unsicher sind über die Zumutbarkeit von Lokalanästhesien oder zahnärztlichen Therapien, und erst recht über die Anwendung postoperativer Medikationen. Nicht nur aufgrund der Veränderung der Alterspyramide wird daher gerade für zahnärztliches Personal das sichere allgemeinmedizinische Herausfiltern von Risikopatienten immer wichtiger. Dabei kommt der routinierten Anamnestik unter internistischen Gesichtspunkten eine zentrale Bedeutung zu. Im Gegensatz zu der umfangreichen Anamnese-Erhebung im stationären und hausärztlichen Bereich muss man sich im Alltag einer zahnärztlichen Praxis auf eine abgekürzte Form der Anamnestik verlassen, die dennoch korrekt und fundiert sein muss.

Der Auffrischungskurs vermittelt daher in komprimierter Form ebenfalls allgemeinmedizinische Kenntnisse, die durch Patientenbefragung im Zusammenhang mit Blickdiagnostik eine sichere Risikoprophylaxe ermöglichen.