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Training Beratung (Leistungssportler)

 

Leistungssportler und auch ambitionierte Freizeitsportler sind ständig bestrebt, ihre Leistungen zu verbessern. Durch Übermotivation, Unwissenheit und Fehleinschätzungen werden Fehler gemacht, die der Leistungsentwicklung eher abträglich sind. Mithilfe biologischer Messgrößen, wie Herzfrequenz, Laktat oder Sauerstoffaufnahme, lassen sich sowohl die individuelle Belastung steuern als auch das Training kontrollieren. Um Trainingsinhalte optimal zu steuern und in einzelne Trainingseinheiten einteilen zu können, werden Leistungsdiagnostik aus Labor und Feldtest einbezogen. So kann gezielt Fehlentwicklungen im Training entgegengewirkt werden. Diese Tests sollten etwa alle zwei Monate gemacht werden.

Um immer im richtigen Bereich zu trainieren und sich nicht zu überlasten, muss man natürlich wissen, wie die eigene Herzfrequenz ist, und zwar nicht nur in Ruhe, sondern auch unter Belastung bzw. in der Erholungsphase. Am Ruhepuls lassen sich sehr einfach und vor allem sehr früh herannahende Infekte erkennen. Bei einem Leistungssportler liegt der Ruhepuls bei 40 bis 50 Schlägen pro Minute, Hochleistungssportler haben sogar einen noch geringeren Ruhepuls von um die 30 Schlägen in der Minute. Ist der Ruhepuls morgens um acht Schläge oder mehr pro Minute erhöht, kann man sich schon auf einen Infekt einstellen und sollte dann einen Ruhetag einlegen oder zumindest ein leichtes Training absolvieren, bis wieder alles in Ordnung ist.

Die maximale Herzfrequenz ist eine wichtige Kenngröße, die im richtigen Verhältnis zum Alter, dem Trainingszustand, dem Geschlecht und der Leistungsbereitschaft des Sportlers stehen sollte. Faustformeln sind nicht sehr aussagekräftig und berücksichtigen viel zu wenig den Trainingszustand oder die Leistungsbereitschaft, als dass sie für einen Leistungssportler geeignet sein könnten. Hier helfen individuelle Leistungsdiagnostik mit Labor und Feldtests. So können Trainingszonen in direkter Abhängigkeit zum Laktattest festgelegt werden. Weitere Testmöglichkeiten bestehen für hochmotivierte Leistungssportler, die ihr Training noch weiter optimieren wollen. Die maximale Herzfrequenz bildet sodann die Grundlage für einzelne Trainingsbereiche.

Die Absicht des Leistungssportlers, sich weiter zu steigern, sich weiterzuentwickeln, kann durch die Trainingsgeschwindigkeit und die dadurch entstehenden Trainingsbelastungen und Trainingsintensitäten beeinflusst werden. Kein Leistungssportler trainiert nur langsam oder nur unter voller Belastung. Trainingszonen machen einen Wechsel zwischen den verschiedenen Trainingsstufen möglich. So wird eine Grundlagenausdauer entwickelt und bis zur wettkampfspezifischen Ausdauer gesteigert.

Mithilfe einer Pulsuhr lässt sich die Einhaltung der einzelnen Trainingszonen sehr gut überwachen. Manuelle Pulsmessungen können da nur grob die Richtung angeben, da hier oft größere Abweichungen zum realen Wert entstehen. Da es noch viele andere Einflussfaktoren gibt, auf die das Herz-Kreislauf-System reagiert, können nicht immer die richtigen Rückschlüsse aus den gemessenen Werten gezogen werden. Daher ist es sehr sinnvoll, mithilfe von Laktattests die richtigen Trainingsbereiche herauszufinden. Die Höhenlage beispielsweise beeinflusst die Herzfrequenz sehr stark. Wer auf einer Höhenlage von mehr als 1.700 m trainiert, kann einen um 10 bis 20 Schläge pro Minute erhöhten Puls bei sich feststellen. Erst nach einer Anpassungszeit von etwas vier Tagen ist eine Absenkung der Herzfrequenz auf das normale Niveau zu erkennen. Auch ein Klimawechsel in Temperaturen über 30 °C und hoher Luftfeuchtigkeit lässt die Körpertemperatur steigen, was einen Anstieg der Herzfrequenz zur Folge hat. Daher ist es wichtig, dass man sich genügend Akklimatisierungszeit einräumt, wenn man zu einem Wettkampf in einer anderen Klimazone reist. Die Trainingszeiten sollten entsprechend der Witterung geplant werden.

Nur wer all dies weiß und beim Training beherzigt, kann langfristig erfolgreich trainieren. Insbesondere Leistungssportler haben ein großes Interesse daran, sich unter medizinischer Betreuung gezielt zu steigern und weiterzuentwickeln.