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Vorsorge Schlaganfall

 

Der Schlaganfall ist Todesursache Nummer drei in den westlichen Industrienationen. Da ein Schlaganfall meist mit erheblichen körperlichen Beeinträchtigungen einhergeht, ist er für die Betroffenen ein gravierender Einschnitt in ihrem Leben. Meist ist nichts mehr, wie es vorher war. Oft genug steht nach dem Schlaganfall die Pflegebedürftigkeit, oder zumindest sind die Betroffenen mehr auf Hilfe angewiesen als vorher. Dem kann jedoch mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen entgegengewirkt werden. Werden die den Schlaganfall verursachenden Engstellen in der Blutversorgung frühzeitig entdeckt, dann können sie mit Medikamenten behandelt oder frühzeitig operiert werden, und es muss erst gar nicht so weit kommen.

Ein besonderes Risiko, an einem Schlaganfall zu erkranken, haben Personen, die zu einer bestimmten Risikogruppe zählen. Dazu zählen Menschen mit einer erblichen Vorbelastung, mit Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder erhöhten Cholesterinwerden. Auch Stoffwechselstörungen, das Rauchen, die Einnahme der Anti-Baby-Pille, Gerinnungsstörungen oder Herzrhythmusstörungen können das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, genauso wie Gefäßverkalkung oder verschiedene Gefäßerkrankungen.

Personen, die zu einer dieser Risikogruppen zählen, sollten das Schlaganfallrisiko von einem Arzt einschätzen lassen, insbesondere, wenn sie bereits älter als 50 Jahre sind. Aber auch, wer nicht zu einer dieser Risikogruppen zählt, sollte ab 55 regelmäßig alle 2 bis 3 Jahre zu einer solchen Vorsorgeuntersuchung gehen. Der Schlaganfall kommt meistens ohne Vorwarnung, wie ein Blitz aus heiterem Himmel trifft er die Patienten. Es gibt auch ein paar Alarmsignale, die einen Schlaganfall ankündigen können. Symptome wie eine kurze Ohnmacht, Schwindel, Gedächtnisstörungen können einen Schlaganfall ankündigen.

Die Schlaganfallvorsorge ist eine kurze und schmerzlose Untersuchung. Mit einem Doppler-Ultraschall, bei dem der Patient bequem auf einer Behandlungsliege liegen kann, können entsprechende Engpässe schnell gefunden werden. Für die Untersuchung wird ein spezielles Ultraschall-Gel auf den Ultraschallkopf des Gerätes gegeben. Mithilfe dieses Schallkopfes werden dann die gehirnversorgenden Gefäße von außen untersucht, vor allem im Bereich des Halses oder im Bereich der Augenhöhlen. Es wird nicht nur nach Engstellen gesucht, sondern auch gleichzeitig die Fließgeschwindigkeit des Blutes gemessen. Alles wird dann sowohl optisch als auch akustisch dargestellt und kann von einem erfahrenen Arzt ausgewertet werden.

Die Untersuchung ist absolut risikofrei. Das einzig Unangenehme kann das kalte Ultraschallgel auf der Haut sein. Auch die Untersuchung im Bereich der Augenhöhlen wird manchmal als unangenehm empfunden. Beeinträchtigungen oder weitere Gesundheitsrisiken gehen von dieser Untersuchung jedoch nicht aus.

Die Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind damit bekannt. Eine Veränderung der Lebensweise und damit ein Ausschalten der Risikofaktoren ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch Erkrankungen, die eine Ursache für einen Schlaganfall sein können, sollten behandelt werden. Dann geht auch davon kein so großes Risiko mehr aus. Gegebenenfalls müssen lebenslang blutgerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden. Kommt es zu neurologischen Störungen, sollten diese von einem Arzt geklärt werden. Sie können ein Vorbote für einen Schlaganfall sein.

Wichtig ist auch, dass sich jeder mit den ersten Symptomen eines akuten Schlaganfalles vertraut macht. So kann er nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei anderen erkennen, ob eine gefährliche Situation vorliegt und entsprechend Hilfe rufen. Bei plötzlichen Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Sehstörungen, wenn plötzlich Kraft in Arm, Hand oder Beinen fehlt, wenn der Gang unsicher und schwankend wird oder ein plötzlicher starker Druck im Kopf entsteht oder starke Kopfschmerzen auftreten, sollte nicht mehr gezögert werden und der Notruf alarmiert werden. Jede Verzögerung kann das Leben kosten oder zumindest zu starken Beeinträchtigungen führen.