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Vorsorge Herzinfarkt

 

Der Herzinfarkt ist die häufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. Dabei sind Frauen sogar, entgegen der landläufigen Meinung, häufiger betroffen als Männer. Der erste Herzinfarkt ist nicht immer tödlich, etwa die Hälfte der Patienten stirbt. Ursache für einen Herzinfarkt sind meist verstopfte Gefäße. Das Muskelgewebe im Herzen, das sich hinter der Verstopfung befindet, wird nicht mehr durchblutet und stirbt ab, das ist dann der Herzinfarkt.

Viele Faktoren tragen dazu bei, dass ein Infarktrisiko besteht. Meist sind die Lebensgewohnheiten der Patienten maßgeblich verantwortlich für einen Infarkt, wie beispielsweise das Rauchen, zu hoher Blutdruck, Diabetes, falsche und ungesunde Ernährung, die zu Übergewicht und Adipositas führt, zu hohe Cholesterinwerte, Stress, zu wenig Bewegung. Aber auch Infarkthäufung in der Familie oder Bakterien können das Herzinfarktrisiko erhöhen.

So weit sollte man es aber gar nicht erst kommen lassen. Mit Vorsorgeuntersuchungen kann das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, schnell bestimmt werden. Um das Risiko näher einzugrenzen, stehen zahlreiche Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Nicht immer muss gleich eine radiologische Untersuchung durchgeführt werden, die den Patienten unnötig mit Strahlen belastet.

Eine mögliche Untersuchung ist die CT-Koronarangiografie. Dabei werden das Herz und vor allem die blutversorgenden Gefäße sehr detailliert und dreidimensional dargestellt. Darüber hinaus können bei dieser Methode die besonders gefährlichen sogenannten Soft-Plaques dargestellt werden. Die Untersuchung ist schmerzlos und dauert nur ein paar Sekunden. Vor der Untersuchung muss ein Kontrastmittel gespritzt werden, damit auch alles darstellbar wird. Auch die Kardio-Magnetresonanztomografie ist eine Möglichkeit, fast alle anatomischen Strukturen des Körpers sehr detailliert darzustellen. Neben Bewegungsanalysen sind damit auch Untersuchungen der Herzmuskeldurchblutung und des Blutflusses in den Blutgefäßen möglich. Die Funktionsfähigkeit kann damit direkt festgestellt werden. Dieses Verfahren wird häufig erst dann angewendet, wenn die Ergebnisse anderer Untersuchungen nicht ausreichend deutlich ausfallen. Ein Verfahren, das meist als Erstes Anwendung findet, ist der Agatston-Score. Mithilfe dieses Verfahrens kann die Verkalkung der Herzkranzgefäße festgestellt werden. Eine Computertomografie macht dafür Schichtaufnahmen des Herzens. Es ist nicht notwendig, dafür Medikamente einzunehmen oder Kontrastmittel zu spritzen. Mit diesem bildgebenden Verfahren lassen sich die Herzgefäße sehr gut darstellen.

Allerdings sollte es eigentlich niemand so weit kommen lassen, dass bei einer solchen Vorsorgeuntersuchung ein Befund herauskommt, der besorgniserregend ist. Mit vorbeugenden Maßnahmen lässt sich das Risiko eines Herzinfarktes sehr stark senken. Neben einer ausgewogenen und gesunden Ernährung sollte viel Bewegung in den Alltag eingebaut werden. Den Alltag stressfrei zu gestalten ist nicht immer möglich, dafür sollten aber regelmäßige Ruhephasen eingehalten werden, in denen der Körper Gelegenheit bekommt, zur Ruhe zu kommen – nicht nur nachts im Bett. Die Ernährung sollte fettarm und zuckerarm sein. Viel Obst und viel Gemüse sollten stattdessen auf dem Plan stehen. Die Bewegung muss kein Leistungssport sein. Ein täglicher Spaziergang von 30 Minuten, ein bisschen radeln oder schwimmen haben sich als sinnvoll erwiesen. Wer zu einer Risikogruppe gehört, wie Raucher oder stark Übergewichtige, sollte versuchen, seine Lebensgewohnheiten zu ändern. Wer durch eine Erkrankung zu einer Risikogruppe gehört, wie Diabetiker oder Menschen mit hohen Cholesterinwerten, sollte sich regelmäßig von einem Arzt untersuchen lassen. Mit steigendem Alter steigt auch das Infarktrisiko. Dieser Faktor lässt sich jedoch nicht beeinflussen. Ab einem Alter von 40 Jahren bei Männern und 50 Jahren bei Frauen sollten auch regelmäßige Herzinfarkt-Vorsorge-Untersuchungen durchgeführt werden, wenn alle anderen Risikofaktoren weitgehend ausgeschlossen werden können.