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Ultraschall der Beinvenen

 

Krampfadern oder Varikosen sind so etwas wie eine Volkskrankheit. Nicht immer sind sie nur ein Schönheitsfehler, sie können ernstzunehmende Symptome haben und starke Schmerzen verursachen. Spätestens dann ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen und die Beinvenen untersuchen zu lassen. Denn Venenentzündungen, die in der Folge auftreten können, sind beispielsweise ein schweres Krankheitsbild, das irreparabel sein kann. Das Thromboserisiko steigt. Im fortgeschrittenen Alter kann eine Varikose zu lebensbedrohlichen Blutungen durch eine geringfügige Verletzung führen. Nicht erst beim Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose ist eine Ultraschalluntersuchung eine sichere Methode, diese Erkrankungen nachzuweisen oder auszuschließen. Die komplett nicht invasive Untersuchung ist für den Patienten ohne Risiko, kann also beliebig oft gemacht werden und dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Gerade bei Patienten, die bereits Krampfadern haben, die über Schmerzen und Schwellungen in den Beinen klagen, sollten sich regelmäßig per Ultraschall die Beinvenen untersuchen lassen. Damit lässt sich eine Aussage über den Füllungszustand der Beinvenen treffen, darüber hinaus können so ganz einfach Gefäßverengungen oder Pfropfen gefunden werden.

Das Beinvenensystem ist mithilfe des Schallkopfes beim Ultraschall sehr leicht erreichbar. Von der Leiste bis zum Knöchel gibt es keine Hindernisse, wie Knochen oder Luft, die eine Darstellung mit Ultraschall erschweren oder unmöglich machen. Auch die Beckenvenen können dargestellt werden. Dabei gibt es für den Arzt verschiedene Anhaltspunkte, die standardisiert sind und bei jedem Patienten zu finden sein müssen. Die klinischen Anzeichen für eine bedrohliche Thrombose sind wenig aussagekräftig, eine Ultraschalluntersuchung liefert dann zuverlässige Ergebnisse. Nicht nur die Lage, auch die Ausdehnung der Thrombose kann ganz einfach festgestellt werden.

Aber nicht nur der Verdacht auf eine Thrombose macht eine Ultraschalluntersuchung der Beinvenen notwendig. Auch oberflächliche Entzündungen im Venensystem oder Krampfadern und eine entsprechende Klappeninsuffizienz sind damit nachweisbar. Auch Entzündungen, Schwellungen oder Ödeme und Schmerzen in den Beinen oder im Beckenbereich sollten mithilfe eines Ultraschalls abgeklärt werden.

Es gibt an den Beinen drei wichtige Untersuchungspunkte, die für die Untersuchung einer Thrombose relevant sind. Dazu gehören die Leisten, die Mitte der Oberschenkel und die Kniekehlen. Wird dort ein Kompressions-Ultraschall durchgeführt, kann schnell geklärt werden, ob es sich um eine relevante Thrombose handelt oder nicht. Ergänzend zu diesen drei Punkten können noch weitere Punkte untersucht werden, um die Basisuntersuchung zu ergänzen. Die Beckenvene kann noch weiteren Aufschluss über die Durchblutungsverhältnisse in den Beinen geben. Mithilfe eines speziellen Tests kann der atemabhängige Blutfluss in den Leisten gemessen werden. Auch der Farbdoppler liefert weiter gehende Bilder zum Zustand des Venensystems. Werden die Wadenvenen untersucht, kann nach schlecht durchbluteten Venensträngen gesucht werden.

Bei einem normalen Ultraschall der Beinvenen kann durch Druck auf die Vene getestet werden, inwieweit die Venen komprimierbar sind. Wenn die Vene frei ist, lässt sie sich komplett komprimieren. Liegt jedoch eine Thrombose vor, kann sie nicht komprimiert werden. Diese Untersuchungsmethode ist für den Arzt leicht erlernbar. Wenn der Befund eines Beines nicht so gut beurteilt werden kann, sollte ein Seitenvergleich durchgeführt werden, also auch das gesunde Bein untersucht werden. Nur sehr selten treten Venenerkrankungen beidseitig auf, sodass ein Vergleich sehr schnell ein klares Bild liefert, was normal ist und was krankhaft verändert ist.