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ICD-, CRT-Kontrolle / Nachsorge

 

Nach der Implantation eines Herzschrittmachers sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen notwendig. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein ICD-Gerät, also einen implantierbaren Defibrillator, oder um ein CRT-Gerät, also eine Resynchronisationstherapie handelt. Dabei wird das System kontrolliert und natürlich auch der Patient untersucht, um eine optimale Therapie zu gewährleisten. Außerdem entsteht durch die regelmäßige Nachsorge eine hohe Sicherheit für den Patienten. Der Schrittmacher soll schließlich einwandfrei funktionieren und wenig Energie verbrauchen, da ein Batteriewechsel möglichst lange hinausgezögert werden soll.

Empfohlen wird die erste Nachsorgeuntersuchung acht bis zwölf Wochen nach der Implantation und dann alle drei bis sechs Monate, sofern alles planmäßig verläuft. Kommt es zu Schwierigkeiten, soll der Arzt natürlich schon früher aufgesucht werden. Der Arzt wird auch kürzere Zeitabstände festlegen, wenn zum Beispiel der Zeitpunkt für den Austausch in Kürze bevorsteht oder wenn die Messwerte instabil sind. Auch wenn das Gerät mit Spezialfunktionen noch besser an die Bedürfnisse seines Trägers angepasst werden soll, sind kürzere Zeitabstände empfehlenswert. Wenn der Patient nicht vom Herzschrittmacher oder seinem ICD- oder CRT-Gerät abhängig ist, können die Nachsorgeuntersuchungen auch auf einen längeren Zeitraum von bis zu 12 Monaten ausgedehnt werden. Außerplanmäßige Kontrollen sollten stattfinden, wenn ein Defibrillator eingesetzt werden musste, wenn bei einem chirurgischen Eingriff mit einem Elektrokauter gearbeitet werden musste oder nach einer unvermeidlichen Kernspinuntersuchung. Ebenso führen Bestrahlungstherapie, akute kardiale Ereignisse oder neu aufgetretene Herzrhythmusstörungen zu zusätzlichen Kontrollterminen. Besteht der Verdacht auf eine Fehlfunktion des Herzschrittmachers, des ICD- oder CRT-Gerätes, dann sollte der Arzt aufgesucht werden.

Zu einer Nachsorgeuntersuchung gehören immer eine Anamnese, eine klinische Untersuchung des Patienten und eine Blutuntersuchung, wobei unter anderem auch die Nierenfunktionsparameter und die Elektrolyte untersucht werden. Bei der Anamnese wird nach der Medikation gefragt, nach Synkopen, also kurzer Bewusstlosigkeit, nach Atemnot, Schmerzen in der Brust oder nach der Belastbarkeit. Die klinische Untersuchung umfasst neben der Kontrolle der Operationswunde auch die Messung von Blutdruck und Puls, das Abhören von Herz und Lunge und die Kontrolle auf Ödeme an Füßen und Beinen als Folge einer Herzinsuffizienz. Meist wird auch ein EKG geschrieben. Außerdem wird natürlich auch das implantierte Gerät einer intensiven Kontrolle unterzogen. Dafür wird ein herstellerspezifisches Kontrollgerät verwendet. Über einen Telemetriekopf, der auf der Haut direkt über dem Schrittmacher aufgelegt wird, erfolgt die Kommunikation mit dem Gerät. Die Untersuchung umfasst den Ladezustand der Batterie und die Funktion der Elektroden. Auch wird ermittelt, welche Stromabgabe notwendig ist, um die sichere Funktion des Gerätes zu gewährleisten. Je geringer diese ist, desto länger hält natürlich die Batterie und muss nicht gewechselt werden. Die Programmierung des Schrittmachers wird am Ende auf die persönlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten abgestimmt. So kann die Alltagsbelastung optimal bewältigt werden, der Patient ist aber gleichzeitig geschützt, und das Gerät funktioniert störungsfrei. Alle Daten, die dabei ermittelt werden, sind auch im Schrittmacherpass einzutragen, den der Patient immer bei sich tragen sollte.

Die Dauer einer solchen Nachsorgeuntersuchung beträgt normalerweise 20 bis 30 Minuten. Wenn es irgendwelche Fragen oder Unsicherheiten bezüglich des Herzschrittmachers, des ICD- oder CRT-Gerätes gibt, sollten diese auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.