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Übergewicht – das schwer wiegende Gesundheitsrisiko

 

Für viele Menschen ist Übergewicht lediglich ein kosmetisches Problem. Aber noch viel dramatischer ist die Tatsache, dass es auch die Gesundheit gefährdet. Durch das zusätzliche Gewicht werden alle Systeme des Körpers einer extremen Mehrbelastung ausgesetzt. Besondere Belastungen entstehen für das Herz, die Lunge und das Skelett. Die dadurch entstehenden Gesundheitsrisiken werden noch verstärkt, wenn zum Übergewicht auch noch Bewegungsmangel hinzukommt. Doch Übergewicht fördert nicht nur das Entstehen von Krankheiten, sondern stellt auch noch aus anderen Gründen ein Gesundheitsrisiko dar. Zum Beispiel wird die Gefahr deutlich höher bei einem Unfall zu sterben, das Operationsrisiko steigt erheblich und Ultraschall, Röntgen und Sonographie liefern weniger aussagekräftige Ergebnisse.

Um zu wissen, ob man selbst vom Übergewicht betroffen ist, muss man zunächst einmal wissen, was Übergewicht eigentlich ist. In der Definition der Weltgesundheitsorganisation ist Übergewicht so definiert, dass der Body-Mass-Index bei 25 und darüber liegt. Hat man einen BMI von 29, so stellt das eine eindeutige Indikation für eine Gewichtsabnahme dar. Obwohl Übergewicht aufgrund des schlanken Schönheitsideales als unästhetisch empfunden wird, hat in den letzten Jahren die Zahl der übergewichtigen Menschen mehr und mehr zugenommen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist ein starker Anstieg zu verzeichnen, der vor allem auf Fehlernährung und Bewegungsmangel zurück zu führen ist.

Es gibt einige Krankheitsbilder, die man besonders häufig bei übergewichtigen Menschen diagnostiziert hat. Dazu gehören unter anderem Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Fast achtzig Prozent der Menschen, die an einer Diabetes Typ II erkranken, sind übergewichtig. Der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Diabetes zeigt sich auch darin, dass bereits Betroffene ihre Blutzuckerwerte durch eine Gewichtsabnahme deutlich verbessern können. Beim Bluthochdruck sieht es so aus, dass Übergewichtige doppelt so oft von Bluthochdruck betroffen sind wie normalgewichtige Personen. Auch hier hilft eine Gewichtsreduktion dabei den Blutdruck zu senken. Und nicht vergessen darf man, dass Übergewicht als Hauptursache für Herz-Kreislauferkrankungen angesehen wird. Dabei sind Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in den Industrienationen. Wenn Übergewichtige an einer solchen Erkrankung versterben, dann ist zumeist nicht einmal das Übergewicht die eigentliche Ursache, sondern die falsche Ernährungsweise. Denn diese führt eben nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu einer lebensbedrohlichen Unterversorgung mit essentiellen Nährstoffen.

Der Mangel an Folsäure ist in den Industrienationen der Vitaminmangel Nummer eins. Dabei ist Folsäure ein sehr wichtiges Vitamin, dessen Mangel dazu führt, dass Homocystein nicht richtig abgebaut werden kann. Bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen ist das ein unabhängiger Faktor. Folsäure als Vitamin ist empfindlich und wird durch Kochen, Licht, Luft und lange Lagerung zerstört. Um den Körper ausreichend mit Folsäure zu versorgen, ist eine gesunde und vollwertige Ernährung mit frischen Lebensmitteln notwendig.

Falls man seine Ernährung zu solch einer hochwertigen Ernährung umstellt, dann führt das auch fast zwangsläufig zu einer Gewichtsabnahme. Wenn man also Übergewicht nicht als isoliertes Problem ansieht, sondern den Kontext der Lebensweise mit beachtet, können gleich mehrere Probleme auf einmal gelöst werden. Denn mit einer Ernährungsumstellung sinkt nicht nur das Risiko sich eine Herz-Kreislauferkrankung zuzuziehen, sondern auch das Körpergewicht steigt, und damit das Risiko an anderen Krankheiten, die durch die falsche Ernährung hervor gerufen werden, zu erkranken. Wenn man diese Ziele vor Augen hat, dann ist auch gesundes Abnehmen gar kein Problem mehr.