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Schlaganfall

 

Der Schlaganfall ist eine der bekanntesten Krankheiten, die häufig zum Tod führen. Er betrifft meist ältere Menschen. Benannt wird er auch als Hirninfarkt oder Hirnschlag. Eine plötzliche Unterbrechung der Sauerstoffversorgung in Teilen des Gehirns ist die unmittelbare Ursache. Dieser Sauerstoffmangel wiederum kann durch eine Unterbrechung der Hirndurchblutung hervorgerufen werden. Ebenso kommt als Ursache aber auch eine Blutung im Gehirn als Grund in Betracht. Die Nervenzellen des betroffenen Hirnareals werden in beiden Fällen geschädigt und sterben in der Folge ab.

Die Hälfte der Schlaganfallpatienten ist über 70 Jahre alt. Oft mündet ein Schlaganfall in einer Behinderung oder einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit.

Grund für den Verschluss von Blutgefäßen ist die sogenannte Arterienverkalkung. An den Innenwänden der Blutgefäße bilden sich hier Zellablagerungen, die den Gefäßdurchschnitt immer mehr verringern. Eine starke Gefährdung für diese Ablagerungen wird bei Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck sowie hohen Cholesterinwerten festgestellt. Das sauerstoffreiche Blut, welches durch die Arterie hindurchgepumpt wird, kann so immer schlechter fließen, sodass das Gewebe, welches versorgt werden soll, nicht mehr genügend davon bekommt. Auch kann diese Ablagerung einen Riss bekommen, weshalb Blutgerinnsel entstehen. Hat sich dieses gelöst und wandert weiter, kann es die Arterie komplett verstopfen. Damit ist dann die Sauerstoffversorgung völlig unterbrochen.

Reißt im Gehirn ein Blutgefäß ein, ist eine Hirnblutung die Folge. Besonders, wenn die Blutgefäße schon zuvor geschädigt sind, kann der plötzliche Anstieg des Blutdrucks zum Einreisen des Gefäßes führen.

Die dritte Möglichkeit ist eine Embolie, bei der ein Blutgerinnsel in ein Blutgefäß gespült wird, indem es dem Blutstrom folgt. Meist ist es ein kleiner Teil eines großen Blutgerinnsels, der sich abgelöst hat.

Einige Risikofaktoren sind bekannt, die die Entstehung eines Schlaganfalls begünstigen. Hohes Alter gehört ebenso dazu wie erbliche Belastung durch Familienangehörige, bei denen Schlaganfälle gehäuft auftraten. Auch ein Schlaganfall, den der betroffene Patient bereits hatte, gehört zu den Risikofaktoren. Während diese Risiken nicht veränderbar sind, und man sich dessen lediglich bewusst sein kann, sind andere Faktoren zu beachten, auf die man aktiv Einfluss nehmen kann. Dazu gehören Bluthochdruck und Diabetes, die man durch entsprechende Lebensweise günstig beeinflussen kann, sowie Rauchen und Alkohol, auch hoher Cholesterinspiegel und Übergewicht sowie Bewegungsmangel.

Die von einem Schlaganfall gestörten Körperfunktionen sind davon abhängig, welches Gehirnareal betroffen ist. Beispielsweise können das Bewusstsein und das Sprechen behindert werden, aber auch die Bewegung bestimmter Körperteile oder das Sehen. Solche neurologischen Ausfälle sind bei Schlaganfallpatienten leider häufig und auch in der Allgemeinheit bekannt. Nicht wenige Schlaganfallpatienten können nicht mehr oder nur sehr undeutlich sprechen, oder sie sitzen nach einem solchen Ereignis im Rollstuhl. Auch kann es vorkommen, dass eine komplette Körperhälfte gelähmt wird. Das kann sowohl das Gesicht als auch alle anderen Körperteile treffen. Taubheitsgefühl in einem der Arme ist ebenfalls möglich oder Schluckstörungen. Schwindel oder eine depressive Grundstimmung können ebenfalls die Folge eines solchen Hirninfarktes sein. Bevor der Schlaganfall diagnostiziert wird, können auch schwerwiegende Kopfschmerzen dafür ein Anzeichen sein.

Solche neurologischen Ausfälle, die nur von kurzer Dauer sind und von selbst wieder verschwinden, gelten als Vorboten eines Schlaganfalls. In einem solchen Fall sollte dringend ärztlicher Rat eingeholt werden. So kann eventuell ein schlimmerer Hirninfarkt verhindert werden.