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Plötzlicher Herztod

 

Eine der am häufigsten auftretenden Todesursachen mit immerhin rund 150.000 im Jahr allein in Deutschland ist der Plötzliche Herztod. In das Interesse der Öffentlichkeit tritt diese Erkrankung vor allem dann, wenn sie junge Menschen trifft, von denen man annahm, sie seien gesund. Vor allem bei aktiven Betätigungen kommt das vor und hinterlässt meist völliges Unverständnis. Da diese Todesart oft direkt bei oder sofort nach körperlicher Extrembelastung auftritt, ist es nicht selten, dass der Plötzliche Herztod mit einer sportlichen Betätigung einhergeht. Unter den Patienten, die entsprechende Vorerkrankungen haben, ist die Häufigkeit bei Männern größer als bei Frauen und nimmt mit steigendem Lebensalter zu.

Die Definition des Plötzlichen Herztods erklärt die Symptomatik so, dass aufgrund akut auftretender Beschwerden eine Bewusstlosigkeit auftritt, die spätestens nach Ablauf von 24 Stunden zum Tod führt. Die noch akutere Variante ist es, dass der Tod sofort eintritt, dabei spricht man auch von Sekundentod.

Herzrhythmusstörungen sind die Ursache dieses oft so unerklärlich scheinenden Todes. Diese können in Form von Kammerflimmern oder Kammertachykardien auftreten. Durch diese Störungen tritt der Herz-Kreislauf-Stillstand ein, sodass nach wenigen Minuten die Bewusstlosigkeit folgt.

Die Ursache wiederum, die zu diesen Herzrhythmusstörungen führt, kann verschieden sein. Oft ist es die koronare Herzkrankheit. Diese ist besonders häufig anzutreffen, wenn der Patient bereits einen Herzinfarkt erlitten hatte. Liegt diese Belastung nicht vor, sind es meist erbliche Faktoren, die den Umstand begünstigen, Herzmuskelentzündungen oder Veränderungen der Herzkranzgefäße. Diese gehen oft einher mit Luftnot, die auch in Ruhe oder bei geringer Belastung auftritt, sowie mit Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes. Auch das Rauchen kann einen Beitrag dazu leisten. Starker Alkoholkonsum wird ebenfalls als eine der Ursachen beschrieben sowie mangelnde Bewegung. Ein sehr hohes Lebensalter kann ebenso zu den o. g. Störungen führen. Ausreichend Bewegung gehört zu den vorbeugenden Maßnahmen, um Herzkrankheiten zu vermeiden. Sind allerdings schon mehrere der Risikofaktoren eingetreten, kann die starke körperliche Belastung der Auslöser des Todes sein.

Der Plötzliche Herztod wird daran erkannt, dass die schnelle Bewusstlosigkeit eintritt. Der Patient bricht zusammen und kann nicht reagieren. Der Puls ist nicht mehr zu spüren. Nach kurzer Zeit erfolgt der Atemstillstand und die Pupillen erweitern sich. Die Haut verfärbt sich grau. Ist zu dieser Zeit keine entsprechende Behandlung möglich, tritt der Plötzliche Herztod ein, ohne dass man das verhindern könnte.

Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung kann eventuell die rettende Zeit erbringen, die benötigt wird, um einen Defibrillator anzuschließen. Kann dieser sofort eingesetzt werden, können die durch dieses Gerät ausgestoßenen Elektroschocks das Herz wieder animieren, normal seinen Dienst zu versehen. Das alles kann jedoch nur helfen, wenn die Maßnahmen innerhalb kürzester Zeit –man spricht von 3- 4 Minuten- zur Verfügung stehen. Sonst sind Gehirnschäden unausweichlich, die fast immer im Nachgang zum Tod führen.

Der Plötzliche Herztod kann unter Umständen verhindert werden, wenn sich Betroffene an die vereinbarte Therapie halten. Ähnlich dem Defibrillator arbeitet ein Herzschrittmacher, der vielen gefährdeten Personen eingesetzt wird. Das tödliche Kammerflimmern wird so körperintern sofort unterbunden und kann den Tod fast immer verhindern.

Defibrillatoren, die Lebensretter in der Not, werden in manchen Großstädten inzwischen öffentlich zugänglich angebracht, um auch jemandem ohne medizinische Vorkenntnisse die Rettung eines Patienten zu ermöglichen.