Erkrankungen & Symptome > Metabolisches Syndrom


Metabolisches Syndrom

 

Das Metabolische Syndrom wird auch als „Wohlstandssyndrom“ bezeichnet, da dieser medizinische Zustand eine Zusammenfassung von verschiedenen Krankheitsbildern ist, die eine Folgeerscheinung unserer westlichen Zivilisation mit seiner ungesunden Ernährungsweise, dem Stress und Bewegungsmangel sind.

Der Begriff „metabolisch‘“ bezieht sich auf den Stoffwechsel des Körpers. Mit dem Begriff Metabolischen Syndrom werden die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Diabetes, Fettwechselstörungen und Bluthochdruck zusammengefasst.

Ursachen

Die wichtigste Ursache für die Entstehung vom Metabolischen Syndrom ist Übergewicht. Übergewicht entsteht vor allem durch eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. Das Übergewicht ist vor allem dann gefährlich, wenn sich das Fettgewebe vorwiegend im Bauchbereich befindet, da sich diese Fettdepots nachteilig auf den Stoffwechsel auswirken. Bei einem Bauchumfang von mehr als 88 cm für Frauen und 102 cm für Männer beginnt der Risikobereich. In Deutschland betrifft das 30 – 40 % der Bevölkerung.

Weitere Ursachen sind Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Stress. Man vermutet, dass die Veranlagung zu Übergewicht und Insulinresistenz zum Teil erblich bedingt ist. Darum sollten Menschen, in deren Verwandtschaft Fettleibigkeit oder Diabetes aufgetreten sind, besonders auf eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung achten.

Symptome

Das Metabolische Syndrom kann längere Zeit unentdeckt bleiben, da sich die Symptome schleichend entwickeln. Dabei geht es um folgende Symptome:

  • Übergewicht (In Verbindung mit anderen Symptomen beginnt das Risiko mit einem Taillenumfang von 80 cm bei Frauen und 94 cm bei Männern.)
  • Bluthochdruck (über 130/85)
  • Einen gestörten Fettstoffwechsel (hohe Triglyzeride und niedriges „gutes“ Cholesterin)
  • Einen gestörten Zuckerstoffwechsel (erhöhte Zuckerwerte bis hin zu Diabetes)

Symptome einer Herz-Kreislauferkrankung wie Brustschmerzen, Atemnot, Kopfschmerzen oder übermäßigem Schwitzen können auf das Metabolische Syndrom hinweisen.

Therapie

Um das Metabolische Syndrom zu behandeln müssen die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten umgestellt werden. Bewegung sollte einen festen Platz im Alltag haben, das reduziert das Gewicht und stärkt gleichzeitig Herz und Kreislauf. Mindestens dreimal wöchentlich für 30 Minuten sollte körperliche Aktivität zu einer festen Gewohnheit werden. Regelmäßige Spaziergänge oder Radtouren sind ebenso gesund wie Schwimmen oder das Ausüben einer anderen Sportart.

Lebensmittel sollten weniger fett- und zuckerreich sein. Am gesündesten sind Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch. Insgesamt sollte der Gefährdete weniger Kalorien zu sich nehmen als gewohnt, damit Fettzellen abgebaut werden können. Ein möglichst stressfreies Leben, wenig Alkoholkonsum und der Verzicht auf Nikotin sind weitere Therapievorschläge.

Die verschiedenen Symptome können auch zum Teil medikamentös behandelt werden, aber eine Umstellung der Lebensgewohnheiten verspricht den besten Erfolg in der Bekämpfung dieses Syndroms.

Verlauf

Der Verlauf dieser Krankheit hängt vor allem davon ab, wie stark der Betroffene seine Lebensgewohnheiten positiv verändern kann. Mit zunehmendem Alter steigt die Tendenz sich weniger zu bewegen und mehr zu essen. Der Patient kann seinen Krankheitsverlauf positiv beeinflussen mit einer Umstellung der Ernährung und indem er weniger isst und sich mehr bewegt. Vorbeugen Ebenso wie bei der Therapie dieses Syndroms ist eine Umstellung des Lebensstils die beste

Vorbeugung

Wenn der Anfang auch schwer fällt, wird das der Gesundheit auch in anderen Bereichen zugute kommen. Es gilt also:

  • Gesund ernähren: Obst und Gemüse bevorzugen, mindestens einmal wöchentlich Fisch essen, weniger Fett und Zucker, natürliche Lebensmittel bevorzugen.
  • Mehr Bewegung: Am besten gelingt das wenn das seinen festen Platz in der Tagesplanung hat.
  • Weniger Stress: Zeiten für Entspannung fest einplanen.
  • Weniger Alkohol, kein Nikotin.