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Koronare Herzkrankheit (KHK

 

Die koronare Herzkrankheit (KHK) umfasst alle Krankheitsbilder zusammengefasst, die durch eine mangelnde Durchblutung des Herzmuskels hervorgerufen werden. Diese entsteht durch eine Verengung der Herzkranzgefäße (Gefäße die den Herzmuskel mit Blut versorgen), die gewöhnlich durch den Aufbau von Plaque an den Arterienwänden herbeigeführt wird. Diesen Vorgang nennt man Atherosklerose. Plaque besteht aus cholesterinreichen Fettablagerungen, Kollagen, anderen Proteinen und überschüssigen glatten Muskelzellen.

Im Anfangsstadium der Erkrankung treten in der Regel keine Beschwerden auf. Doch eine koronare Herzerkrankung kann bereits beginnen, wenn der Betroffene noch sehr jung ist. Im Laufe der Zeit lagert sich Plaque an den Gefäßwänden ab und beginnt diese zu schädigen. Die Blutgefäße verengen sich, behindern den Blutfluss und die Sauerstoffzufuhr. Es besteht außerdem die Gefahr, dass sich Blutgerinnsel bilden.

Bei körperlicher oder emotionaler Belastung können Schmerzen in der Brust (Angina Pektoris) auftreten, da die Zellen mehr Sauerstoff benötigen. Im Ruhezustand lässt eine Angina Pektoris sehr schnell wieder nach, doch langfristig stellen sich Beschwerden auch bei geringeren Anstrengungen ein und können schließlich bis zum Herzinfarkt führen. Bei etwa einem Drittel aller koronaren Herzerkrankungen tritt keine Angina Pectoris auf, und es kommt ohne Vorwarnung zu einem plötzlichen Herzinfarkt.

Ein Angina Pectoris-Anfall kann eine Dauer von 30 Sekunden bis 5 Minuten haben. Betroffene verspüren Beschwerden im Brustbereich, die von einem leichten Druck, einem Engegefühl oder einem Brennen bis hin zu einem Schweregefühl oder starken Schmerzen reichen.

Die Schmerzen oder Beschwerden beginnen meist unter dem Brustbein, in der Brustmitte, können aber bis in den Arm (meist linksseitig), den Hals oder den Kiefer ausstrahlen.

Ein Anfall beginnt in der Regel unter einer Belastungssituation und hört auf, sobald der Betroffene zur Ruhe gekommen ist. Er kann aber auch durch Rauchen, extreme emotionale Belastung oder kalte Luft ausgelöst werden. Das bedeutet, dass sich eine Angina Pectoris in vielen Fällen voraussagen lässt, wobei sie manchmal allerdings auch mit einem Sodbrennen oder Verdauungsstörungen verwechselt wird.

Bei einer Angina Pectoris können folgende Beschwerden auftreten:

  • Kurzatmigkeit, Schwindel oder Erstickungsgefühl und Schmerzen in der Brust
  • Schneller oder unregelmäßiger Herzschlag

Ein plötzlicher Anfall im Ruhezustand oder starke Beschwerden sind ein Anzeichen für eine instabile Angina Pectoris, die eine sofortige ärztliche Behandlung erfordert, da ein Herzinfarkt kurz bevor stehen könnte.

Konorare Herzerkrankungen sind lebensbedrohlich, aber Medikamente können die mit der Erkrankung einhergehenden Symptome lindern und die Durchblutung verbessern, und auch der Patient selbst kann den Verlauf in vielerlei Hinsicht positiv beeinflussen.

Lassen Sie Ihren Blutdruck und Ihren Cholesterinspiegel regelmäßig messen.

Ein hoher Blutdruck ist maßgeblich verantwortlich für eine koronare Herzerkrankung.

Essen Sie möglichst wenig gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Salz. Ein hoher Cholesterinspiegel kann zu einer koronaren Herzerkrankung führen, da LDL (Low Density Lipoprotein) von den Arterienwänden aufgenommen wird, wo es sich chemisch verändert und Plaque-Ablagerungen bildet.

Übergewicht und mangelnde Bewegung fördern die Arterienverkalkung. Wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie unbedingt Ihr Gewicht reduzieren. Achten Sie auf eine ausreichende körperliche Bewegung, und gehen Sie dreimal wöchentlich für 30 Minuten einer ausgewogenen Sportart nach.

Geben Sie das Rauchen auf! Rauchen fördert die Entstehung von Plaque in den Arterien. Durch die erhöhte Menge an Kohlenmonoxid und die verminderte Sauerstoffversorgung in den Blutgefäßen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Angina Pectoris.

Darüber hinaus:

  • Personen mit einer Diabetes mellitus sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt an einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zu erkranken.
  • Männer erkranken häufiger an einer koronaren Herzkrankheit als Frauen. Frauen über 35 Jahre, die die Pille einnehmen oder rauchen erkranken ebenfalls häufiger an einer Arteriosklerose.
  • Eine familiäre Vorbelastung stellt einen erhöhten Risikofaktor dar.
  • Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheiten haben, kann es ratsam sein, dass Sie nach ärztlicher Rücksprache ein blutverdünnendes Medikament einnehmen.