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Hypertonie (Bluthochdruck)

 

In Deutschland leidet rund die Hälfte der Bevölkerung zwischen 18 und 79 Jahren an einer Hypotonie (Bluthochdruck). Bei dieser Erkrankung ist der Druck in den Blutgefäßen stark erhöht und stellt dadurch ein Risiko für weitere Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzleiden und andere ernsthafte Gefäßkrankheiten dar.

Der Blutdruck sollte regelmäßig gemessen werden. Ein normaler Blutdruck liegt bei etwa 140/90 mmHg. Die erste Zahl - der systolische Wert – entspricht dem Druck in der Anspannungsphase des Herzens (Systole), während die zweite Zahl - der diastolische Wert - für den Druck in der Entspannungsphase (Diastole) steht. Es ist normal, dass der Blutdruck situationsabhängig ansteigt, weil das Herz-Kreislauf-System sich der jeweiligen Situation anpassen muss, um eine ausreichende Durchblutung der Organe zu gewährleisten. Doch bei einem Bluthochdruck werden diese Blutdruckwerte fortwährend und über einen längeren Zeitraum hinweg überschritten.

Eine Hypertonie wird in den meisten Fällen nicht durch andere Krankheiten verursacht, sondern tritt selbst als primäre Erkrankung auf. Nur wenn eine spezielle Erkrankung, z.B. der Nieren, Nebennieren oder der Schilddrüse vorliegt, tritt sie als sekundäre Erkrankung auf. Das ist aber nur bei etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Betroffenen der Fall. Wird die primäre bzw. eigentliche Krankheit behandelt, reguliert sich häufig auch der erhöhte Blutdruck.

Eine Hypertonie verursacht anfangs meist keine Beschwerden und bleibt so erst einmal unentdeckt. Doch für die Gesundheit hat gerade dies schwerwiegende Folgen, denn der ständig erhöhte Blutdruck belastet das Herz und verengt die Blutgefäße. Darüber hinaus beschleunigt er die Gefäßverkalkung und die Durchblutung verschlechtert sich.

Ein Herzmuskel, der durch eine Hypertonie geschädigt ist – man spricht auch von einer hypertensiven Herzerkrankung – ist häufig Ursache für Herzrhythmusstörungen. Diese treten meist als Herzstolpern auf. Im späteren Verlauf der Erkrankung kommt es nicht selten zum Vorhofflimmern. Diese Herzrhythmusstörung erhöht das ein Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Die Gefahr einer Invalidität oder eines tödlichen Verlaufes ist unter dieser Bedingung deutlich höher.

Ein hoher Blutdruck kann außerdem zu Nieren- und Augenerkrankungen führen, und in der Folge kann es sogar zu Nierenversagen, Sehbehinderung oder Erblindung kommen.

Symptome

Zunächst treten meist Allgemeinbeschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder - stolpern, Nervosität oder Schlafstörungen auf. Weitere Symptome können auftreten, wenn Gefäße und Organe geschädigt sind. Im Falle plötzlicher Sehstörungen sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Diagnose

Regelmäßige Blutdruckmessungen geben Aufschluss darüber, ob eine Hypertonie vorliegt. Ergänzend werden das Herz, der Stoffwechsel, die Nieren und eventuell auch die Augen untersucht. Nur in seltenen Fällen sind weitere Untersuchungen erforderlich.

Behandlung

Eine Hypertonie kann durch eine Vielzahl wirksamer und gut verträglicher Medikamente behandelt werden. Dabei ist die Dosierung der Medikamente von Mensch zu Mensch unterschiedlich und von einer Anzahl von Faktoren wie Vorerkrankungen und Alter abhängig. Die Behandlung wird meist ein Leben lang durchgeführt und sollte niemals ohne Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden, da es sonst zu erheblichen Blutdruckkrisen kommen kann. Auch eine gesunde Lebensweise spielt eine große Rolle. Dazu gehören vor allen Dingen eine ausgewogene, möglichst salzarme Ernährung, die den Stoffwechsel nicht belastet, regelmäßige Bewegung sowie ein mäßiger Alkoholkonsum, wenig Stress und der Verzicht auf Nikotin. Bei Übergewicht sollte man bestrebt sein, das Körpergewicht dauerhaft zu reduzieren um Herz und Kreislauf zu entlasten.