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Schreckgespenst Herzinfarkt

 

Viele Menschen, vor allem Männer mittleren Alters, haben Angst vor dem Herzinfarkt, und das nicht ganz zu unrecht. Der Herzinfarkt oder auch Myokardinfarkt ist einer der häufigsten Todesursachen. Allerdings ereilt er nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Man kann aber einem Herzinfarkt vorbeugen und sich zumindest bei den Risikofaktoren wie Stress, Rauchen, Alkohol, und Übergewicht enthaltsam zeigen. Alles in Maßen und dazu etwas Bewegung, das ist auf jeden Fall ein guter Ansatz, dem gefürchteten Herzinfarkt zu entgehen. Weiter ist es wichtig, den Blutdruck und die Blutwerte im Blick zu halten sowie den Arzt zum regelmäßigen Check Up aufzusuchen.

Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Schreckgespenst Herzinfarkt?

Wenn ein Blutgefäß wie die Koronararterie oder einer ihrer Abzweigungen verschlossen ist, kollabiert das Herz. Die Herzkranzgefäße sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Herz mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt wird. Verstopft ein Thrombus, ein Blutgerinnsel, diese lebenswichtigen Gefäße, dann wird der entsprechende Bereich nicht mehr versorgt und stirbt ab.

Aber nicht nur die totale Verstopfung eins Gefäßes, auch schon eine weniger gestörte Durchblutung des Herzens kann den Herzinfarkt hervorrufen. Man spricht hier von den gefürchteten koronaren Herzerkrankungen. Unsere Zivilisationskrankheiten wie Stress und erhöhtes Blutfett begünstigen diese Erkrankungen genau so Rauchen und Alkohol. Es kommt zur Arterienverkalkung, der Arteriosklerose.

Ist es soweit, dass der Patient wirklich einen Infarkt erleidet, so zählt jede Minute. Daher ist es wichtig, die Symptome zu erkennen und den Notarzt zu rufen. Die Symptome des Herzinfarktes sind recht eindeutig. Die Brust schmerzt anhaltend und heftig. Der Schmerz strahlt in den linken Arm aus. Weiter verspürt der Patient Beklemmungen, Druck auf der Brust, Atemnot und Angst. Jetzt ist Eile geboten. Es besteht Lebensgefahr.

Es gibt jedoch auch den stummen Infarkt. Dabei bleiben die Symptome aus. Das betrifft besonders Frauen. Meist ereignet sich der Herzinfarkt in den frühen Morgenstunden, da in dieser Zeit die Gerinnungsaktivität des Blutes zunimmt.

Für die Heilung des Myokardinfarktes ist es absolut überlebenswichtig, dass der Betroffene schnell qualifiziert behandelt wird. Man sollte lieber einmal zu viel den Arzt rufen, der den Betroffenen schnell in die Klink bringt, denn die ersten Stunden entscheiden über Wohl und Wehe des Patienten. Es gilt, die akut unterversorgten Zellen des Herzens zu retten. Die ersten 48 Stunden, die sogenannte Krise, entscheidet alles.

Bei der Behandlung des Herzinfarktes gibt es mehrere Möglichkeiten, das Gewebe wieder mit Blut und somit mit Sauerstoff zu versorgen. Zum einen besteht die Möglichkeit mittels eines Katheters die Verstopfung zu beseitigen und das Gefäß zu dehnen. Aber auch eine medikamentöse Behandlung ist möglich, um dem Thrombus zu lösen. Dabei wird das Herz ständig per EKG, dem bekannten Elektrokardiagramm überwacht. Die Messung der Herzströme zeigt, ob es sich um einen Infarkt handelt, wann dieser eingetreten ist und auch, ob und wie sich das Herz regeneriert. Weiter lässt sich der Herzinfarkt auch über Eiweißmarker, die Herzenzyme, nachweisen, die von dem betroffenen Gewebe erzeugt werden.

Aber auch wenn der Infarkt selbst überstanden wurde, können lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Herzrhythmusstörungen, Kardio Schock und die Linksherzinsuffizienz drohen. Aus diesem Grund wird der Patient meist nach einem Infarkt längere Zeit auf der Intensivstation überwacht.

Durch eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Kontrollen kann all das aber vermieden werden.