Erkrankungen & Symptome > Durchblutungsstörungen


Durchblutungsstörungen

 

Durchblutungsstörungen entstehen oftmals durch verengte oder verstopfte Arterien, wobei der Blutfluss behindert wird. Dies führt zu einer schlechten Versorgung des betroffenen Körperbereiches. Dabei ist eine gute Durchblutung notwendig, damit die Organe sowie das Gewebe mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Des Weiteren werden vom Blut Substanzen aufgenommen oder es gibt diese ab, damit die Organe optimal arbeiten können. So gilt grundsätzlich dass, wenn ein Organ zu wenig Sauerstoff erhält, dieses auch weniger leistungsfähig ist.

Durchblutungsstörungen können plötzlich auftreten oder langsam verlaufen, und sie können zahlreiche Stellen im Körper betreffen. Sehr häufig treten Durchblutungsstörungen an Armen, Beinen oder auch nur an Händen, Fingern und Zehen auf. Allerdings kann auch im Gehirn, im Herzmuskel oder im Darm die Durchblutung gestört sein. Aus diesem Grund können Durchblutungsstörungen auch verschiedene Symptome hervorrufen. Oftmals treten Schmerzen in den unzureichend durchbluteten Bereichen auf. Hier kann auch die Funktion der betroffenen Stelle beeinträchtigt werden, bis hin zum Absterben.

Zu einer typischen Erkrankung, die im Rahmen einer Durchblutungsstörung auftritt, gehört unter anderem die koronare Herzkrankheit, die durch eine mangelnde Durchblutung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Eine weitere typische Krankheit ist die sogenannte Schaufensterkrankheit, die als periphere arterielle Verschlusskrankheit bezeichnet wird. Hierbei werden die Beine nicht ausreichend durchblutet.

Die Ursachen für Durchblutungsstörungen können unterschiedlich sein, wie beispielsweise Arteriosklerose, Gefäßverschluss oder Gefäßentzündung. Zudem fördern Faktoren wie zum Beispiel Bluthochdruck, Rauchen, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes mellitus das Risiko. Die Häufigkeit der Durchblutungsstörungen steigt mit dem Lebensalter. Dabei beträgt die Häufigkeit bei 60- bis 70- jährigen ungefähr 10 Prozent. Zudem kommt eine gestörte Durchblutung bei Männern etwa viermal häufiger vor als bei Frauen. Meist sind bei Durchblutungsstörungen die Beine betroffen, die Arme dagegen eher selten. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Durchblutungsstörungen im Darm.

Eine vorläufige und erste Diagnose kann anhand der Beschwerden sowie einer Blutdruckmessung erstellt werden. Dabei können aufwendigere Untersuchungen dabei helfen, den Verdacht zu bestätigen sowie den Schweregrad zu bestimmen. So kann beispielsweise zur Diagnosestellung der sogenannte Provokationstest zum Einsatz kommen. Hierbei testet der Arzt anhand unterschiedlicher Bewegungsprüfungen, ob sich Symptome hervorrufen lassen. Dies geschieht unter anderem durch einen Test, wo der Arzt genau beobachtet, wie weit der Patient ohne Schmerzen und ohne Symptome in einer bestimmten Geschwindigkeit gehen kann.

Zur Diagnosestellung kann auch die Dopplersonographie zum Einsatz kommen. Dabei gehört die dopplersonographische Blutdruckmessung zu den Standarduntersuchungen bei Durchblutungsstörungen. Ebenfalls kann die Angiographie zur Diagnosestellung hilfreich sein. Diese Untersuchung ermöglicht es dem Arzt, sich die schlecht durchbluteten Arterien eingehender anzusehen.

Die Therapie erfolgt zum einen durch die Behandlung der jeweiligen Beschwerden, und zum anderen soll die zugrundeliegende Gefäßerkrankung aufgehalten werden. Auch Medikamente zur Behandlung der Durchblutungsstörungen kommen hier zum Einsatz. Diese sollen die Schmerzen lindern, die Fließeigenschaften des Blutes verbessern sowie die Durchblutung fördern. Oftmals müssen auch Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel solche, die sich auf die Sauerstoffversorgung im Körper auswirken, mit behandelt werden.

Treten infolge einer Arterienverkalkung Gefäßschäden auf, dann können sich diese nicht mehr zurückbilden. Jedoch ist es möglich, die Arterienverkalkung zu verlangsamen oder zu stoppen. Hier ist es besonders wichtig, dass Risikofaktoren, wie zum Beispiel Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht oder Bewegungsmangel minimiert werden. Bleiben diese Risikofaktoren allerdings bestehen oder ist bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, kann es zu einem Herzinfarkt oder auch zum Schlaganfall kommen. In seltenen Fällen ist sogar die Amputation der betroffenen Extremitäten notwendig.