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Angina pectoris - die so genannte Herzenge

 
Eine Angina pectoris kann sich durch viele und sehr verschiedene Symptome bemerkbar
machen. Dazu gehören unter anderem Schmerzen hinter dem Brustbein, die häufig noch in
andere Regionen des Körpers ausstrahlen, plötzliche Atemnot, Übelkeit, Erbrechen und
Schweißausbrüche. Generell ist es so, dass eine Angina Pectoris bei Frauen andere
Beschwerden verursacht als bei Männern. Die wenigstens Frauen haben diese typischen
Schmerzen in der Brust, sondern hier zeigt sich die Erkrankung in Form von Müdigkeit,
Kurzatmigkeit und Magenbeschwerden.
 
Patienten, die an der koronaren Herzkrankheit leiden, weisen oft als Hauptsymptom die
Angina pectoris, also die Herzenge, auf. Patienten, die einen Anfall von Angina pectoris
haben, leiden an einer vorübergehenden Mangelversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff.
Dabei wird zwischen der verschiedenen Formen der Angina Pectoris unterschieden. Die erste
Form ist die stabile Angina pectoris. Hier treten Beschwerden wie Schmerzen in der
Brustgegend, Atembeklemmung und Engegefühl im Brustkorb auf, die durch bestimmte
Mechanismen ausgelöst werden. Zu diesen Mechanismen gehören zum Beispiel körperliche
und seelische Belastung. Die Symptome verändern sich bei dieser Art der Angina pectoris
nicht, auch wenn der Patient ausreichend therapiert wird. Die zweite Form ist die instabile
Angina pectoris. Hier nehmen entweder die Häufigkeit oder die Dauer der Beschwerden sehr
rasant zu oder es treten immer wieder neue Symptome auf. Leidet man an dieser Art der
Angina pectoris, dann ist das Risiko eines Herzinfarktes sehr hoch, und man sollte bei
Beschwerden umgehend den Arzt verständigen. Eine seltene Sonderform der Angina Pectoris
ist die Prinzmetal-Angina. Unabhängig von einer Belastung verkrampfen sich hier die
Herzkranzgefäße. Auch bei dieser Form ist das Risiko eines Herzinfarktes enorm erhöht.
Brustschmerzen sind zwar immer ein Alarmsignal, aber sie müssen nicht zwingend ein Signal
für einen Herzinfarkt sein. Auch Erkrankungen des Magens, der Speiseröhre und der Lunge
können sich als Schmerzen in der Brust bemerkbar machen. Trotzdem ist es wichtig, die
Ursache der Beschwerden zu erkennen und behandeln zu lassen.
 
Die Ursachen für eine Angina Pectoris können sehr unterschiedlich sein. Der Grund, der am
häufigsten zutrifft, ist die Verengung eines oder mehrerer Herzkranzgefäße. Diese Gefäße
umschließen netzartig den Herzmuskel und versorgen diesen mit Blut. Wenn die
Herzkranzgefäße durch eine Arterienverkalkung verengt sind, dann erreichen den Herzmuskel
nicht mehr ausreichend Nährstoffe und Sauerstoff. Die Folge davon kann eine Angina
pectoris sein. Dabei gibt es einige Faktoren, die das Risiko erhöhen, weil es zu einer
Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße kommt. Ein Risikofaktor zum Beispiel ist eine
falsche Ernährung. Wenn man zu viele fettreiche und energiedichte Lebensmittel zu sich
nimmt, dann kann das zu Übergewicht und zu hohen Cholesterinwerten führen. Ein zweiter
Faktor kann die genetische Veranlagung sein. In manchen Familien kommen gehäuft Herz-
Kreislauferkrankungen vor, so dass von der Annahme auszugehen ist, dass die Gene hierbei
eine Rolle spielen.
 
Die Therapie bei einer Angina pectoris kann genauso verschieden sein wie ihre Symptome.
Leidet man an einer stabilen Angina pectoris, dann sollte man bei einem Anfall folgende
Punkte beachten. Zunächst sollte man sofort die Belastung abbrechen, die zu dem Anfall
geführt hat. Dann sollte man ein Nitratpräparat einnehmen, weil diese Medikamente die
Blutgefäße erweitern, so dass das Herz mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Da durch die
Erweiterung der Gefäße der Blutdruck sinkt, sollte man das Präparat am besten im Sitzen
einnehmen. Sollten die Beschwerden dann nicht innerhalb kürzester Zeit verschwunden sein,
muss man zwingend den Notarzt rufen.