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Behandlungsmöglichkeiten von Herz-Kreislauf Erkrankungen mittels Diuretika

 

Diuretika sind eine Art „Entwässerungsmittel“ und werden daher auch oft als „Wassertablette“
bezeichnet.
Diese sogenannten Entwässerungsmittel waren die ersten bluckdrucksenkenden Medikamente auf
dem Arzneimittelmarkt und werden auch noch heute angewandt, da sie bei den meisten Patienten
zu guten Behandlungsergebnissen führen. In Studien wurde belegt, dass 80 Prozent aller
Patienten, die unter einem hohen Blutdruck leiden, mit einem Diuretikum erfolgreich behandelt
werden können. Zudem sind diese Arzneimittel relativ kostengünstig.
Diuretika sind eine Art „Entwässerungsmittel“ und werden daher auch oft als „Wassertablette“
bezeichnet. Sie helfen dem Körper bzw. den Nieren über den Harnweg vermehrt Natrium (Salz)
und Wasser auszuscheiden. Dadurch wird ein hoher Blutdruck gesenkt, die Gefäßwände der
Arterien werden entlastet, und das Risiko einer Herzerkrankung, eines Herzinfarktes oder eines
Schlaganfalls wird gemindert.
In der Regel werden Diuretika mit anderen blutdrucksenkenden Medikamenten kombiniert. Diese
Kombination ist deshalb oft äußerst vorteilhaft, weil die Diuretika die Wirkung der anderen
Arzneimittel nicht nur verstärken, sondern den Körper auch gleichzeitig vor möglichen
Wassereinlagerungen schützen.
Die Diuretika lassen sich in drei verschiedene Gruppen unterteilen und wirken abhängig von den
jeweiligen Inhaltsstoffen mehr oder weniger entwässernd:
Kaliumsparende Diuretika
Im Gegensatz zu vielen anderen Diuretika senken kaliumsparende Diuretika nicht den Kaliumwert,
sondern führen eher zu einem höheren Kaliumspiegel. Kaliumsparende Diuretika können auch
zusammen mit anderen Diuretika verwendet werden, wenn der Kaliumspiegel sehr niedrig ist.
Thiaziddiuretika
Thiaziddiuretika werden in erster Linie zur Bluthochdruckbehandlung benutzt und deshalb immer
als eines von mindestens zwei Medikamenten in der Behandlung eines hohen Blutdrucks
verschrieben.
Schleifendiuretika
Schleifendiuretika werden in der Regel bei Patienten mit Herzinsuffizienz, Nierenproblemen oder
Beinödemen verordnet. Sie werden aber eher seltener verschrieben, wenn ausschließlich ein
hoher Blutdruck vorliegt.
Nebenwirkungen
Generell können alle Arzneimittel Nebenwirkungen hervorrufen, und für gewöhnlich sind die
Vorteile eines Medikaments wichtiger als mögliche, geringfügige Nebenwirkungen. Man sollte sich
dennoch unverzüglich an seinen Arzt wenden, wenn erhebliche Beschwerden, zum Beispiel durch
einen stark veränderten Kaliumspiegel, auftreten. In diesem Fall kann es zu den folgenden
Störungen kommen:
- Verwirrung
- ein trockener Mund oder ein starkes Durstgefühl
- Herzrhythmusstörungen
- Muskelkrämpfe oder -schmerzen
- Taubheit oder Kribbeln in den Händen, Füßen oder Lippen
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:
- Appetitlosigkeit
- Magenschmerzen
- Übelkeit
- Hautempfindlichkeit gegen Sonnenlicht
Wechselwirkungen
Vorsicht ist auch geboten bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen Medikamenten.
Nicht-steroidale Entzündungshemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen mindern die
Wirkung der Diuretika. Wechselwirkungen können unter anderem auch bei bestimmten Antibiotika,
ACE-Hemmern oder Lithium auftreten.