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Betablocker

 

Unter Betablockern sind Medikamente zu verstehen, die Einfluss auf den Herzschlag
haben. Beispielsweise kommen sie zum Einsatz, wenn Herzrhythmusstörungen
vorliegen, das Herz zu schnell oder unregelmäßig arbeitet. Betablocker reduzieren
die Geschwindigkeit des Herzens und verringern dadurch den Pulsschlag. Aus
diesem Grunde verschreiben Ärzte Betablocker grundsätzlich dann, wenn ein
Bluthochdruck beim Patienten vorliegt. Da Betablocker den Herzschlag beruhigen,
werden sie auch bei anderen Arten von Herzproblemen eingesetzt. Dazu zählen zum
Beispiel die Herzmuskelschwäche, KHK, Herzrhythmusstörungen sowie
Herzmuskelschwächen. Betablocker werden oft auch nach einem Herzinfarkt
verwendet, um den Herzschlag wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Aber auch eine
Schilddrüsenüberfunktion ist ein häufiger Grund, weshalb der Patient auf Betablocker
zurückgreifen muss.
Weitere Erkrankungen, bei denen Betablocker Wirkung zeigen, sind Angststörungen,
Tremor, Migräne oder der graue Star. Auswirkung haben Betablocker in erster Linie
auf das vegetative Nervensystem. Das vegetative Nervensystem ist für sämtliche
Vorgänge im menschlichen Körper zuständig. Betablocker „blockieren“ bestimmten
Botenstoffen den Zugang zu bestimmten Organen wie Muskeln, Lungen, Herzen,
Nieren oder Bauchspeicheldrüse. Die Betablocker hemmen diese Hormone, ihre
Wirkung im Körper zu entfalten und bestimmte Vorgänge auszulösen, die für die
jeweiligen Organe eine Belastung darstellen könnten. Klassische Hormone, die die
Betarezeptoren im menschlichen Körper angreifen sind Noradrenalin und Adrenalin.
Diese Hormone produzieren Stress und reizen den Körper. Der Mensch fühlt sich
daraufhin schlecht, hat Schmerzen oder starke Herzklopfen.
Auch eine Verengung der Gefäße oder Weitung der Lunge können Betablocker
verhindern. Betablocker dienen dazu, diese Hormone zu steuern und ihre Wirkungen
zu hemmen. Betablocker sind für Patienten mit erhöhtem Blutdruck empfehlenswert,
aber auch für Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit. Auch für Menschen, die
einen Herzinfarkt erlitten haben, sind Betablocker sehr hilfreich oder im Falle einer
Herzschwäche bzw. bei Herzrhythmusstörungen. Eine Therapie mit Betablockern
kann auch einige negative Auswirkungen mit sich bringen, zum Beispiel auf das
Herz-Kreislaufsystem. So können sie den Pulsschlag erheblich verlangsamen oder
elektrische Überleitungsstörungen hervorrufen. Im Bereich der Organe Leber, Niere
und Lunge können Betablocker ebenfalls Nebenwirkungen verursachen.
So kann es zum Beispiel passieren, dass die kleinen Atemwege der Lunge sich
verengen, so dass dem Patienten die Luft knapp werden kann. Bei Nieren können
Betablocker den Nebeneffekt verursachen, dass diese eine geringere Menge an
Natrium und Wasser ausscheiden und sich damit Flüssigkeit im Körper sammelt.
Aufgrund von Betablockern kann es vorkommen, dass die Leber weniger Zucker
produziert und es zu einer Unterzuckerung kommt. Außerdem kann es passieren,
dass die Blutfettwerte ansteigen und das Risiko einer Arteriosklerose umso
wahrscheinlicher wird. Betablocker können nur dann eingesetzt werden, wenn der
Arzt explizit eine Funktionsstörung des Herzens feststellt.
Weitere Krankheiten, bei denen Betablocker nicht verschrieben werden dürfen sind
Asthma und COPD, da hier sich das Risiko verstärken könnte, starke Luftnot zu
bekommen. Auch für Diabetiker mit starker Unterzuckerung sind Betablocker nicht
empfehlenswert, denn sie könnten den Blutzucker noch tiefer treiben. Vor der
Einnahme von Betablockern sollte man sich mit dem Arzt unbedingt unterhalten
haben. Dieser kann ausführliche Informationen über die verschiedenen Arten von
Betablockern geben und eine Empfehlung machen, welches Medikament für welche
Krankheit am besten wäre. Ausführliche Informationen erhält man auch im Internet
oder beim Hausarzt.